Bettwanze (Cimex lectularius)


Kurzbiografie: Bettwanzen sind braun bis rotbraun, etwa 4 bis 7 mm groß, behaart, flügellos und deutlich abgeplattet. Nur direkt nach einer Blutmahlzeit ist der Hinterleib ausgedehnt und wirkt eher rundlich. Die Hinterflügel fehlen völlig; die Vorderflügel sind zu kleinen Schuppen zurückgebildet. Der Halsschild ist vorne halbkreisförmig ausgeschnitten. Die Facettenaugen sind sehr klein, Punktaugen fehlen. Das Weibchen, das i.d.R. etwa größer ist als das Männchen, legt während ihrer einjährigen Lebensspanne ungefähr 500 Eier. Täglich können etwa ein bis zwölf Eier auf das Substrat geklebt werden. Aus diesen schlüpfen innerhalb von 14 Tagen die Larven, die sich in etwa sechs Wochen über fünf Stadien zum adulten Insekt entwickeln. Je wärmer die Umgebung, umso schneller schlüpfen die Larven. Die Larve der Bettwanze ist dem erwachsenen Tier in der Form, aber nicht in der Farbe ähnlich. Die Larven müssen in jedem der fünf Entwicklungsstadien mindestens einmal Blut saugen. Das Wärmebedürfnis ist innerhalb der einmonatigen Entwicklungsdauer vergleichsweise hoch, unter 13 bis 15 °C findet keine Entwicklung mehr statt.

Allerdings vertragen Bettwanzen auch Minustemperaturen ohne abzusterben, dagegen sind hohe Temperaturen (über 40°C) bedrohlich bis tödlich

Bettwanze

Allgemein:
Alle Cimex-Arten (Plattwanzen) sind Blutsauger. Die in Mitteleuropa heimische Art ist die Bettwanze (Cimex lectularius). Weltweit gibt es noch andere Arten (C. hemipterus, C. rotundatus), die hauptsächlich über Reiseverkehr nach Deutschland eingeschleppt werden. Alle drei Arten bevorzugen den Menschen als Blutquelle und leben in Wohn– und Schlafräumen, kön- nen aber auch an verschiedenen Haustieren saugen. Daneben gibt es weitere Wanzenarten, die sich auf bestimmte Tierarten spezialisiert haben.

Mehrere Jahrzehnte lang galt die Bettwanze in Mittel- und Westeuropa als praktisch nicht mehr vorhanden. Nun treten durch Touristen, die diese Parasiten im Reisegepäck mitbringen, zunehmend wieder Bettwanzen in Deutschland und anderen EU-Staaten auf. Auch durch gebrauchte Möbel und andere Gebrauchsgüter aus zweiter Hand können Bettwanzen in den eigenen Haushalt eingeschleppt werden.

Seit kurzer Zeit werden die Tiere vor allem in Hotels vermehrt festgestellt. Ein Grund hierfür könnte sein, dass sie eine Resis- tenz gegen Insektizide entwickelt haben. Der Hygienestatus einer Wohnung spielt bei der Ansiedlung dieser Tiere keine Rolle, meist allerdings bei der zeitnahen Entde- ckung und konsequenten Bekämpfung eines Befalls. Bettwanzen sind weitgehend an den Menschen und die ihn umgebenden Tiere gebunden. Sie leben in Städten, zum Teil in Wohnungen, die an die Brutplätze verwilderter Tauben angrenzen. Ferner halten sie sich in Ställen sowie in Säugerbauten und Vogelbruthöhlen im Freiland auf. Bettwanzen sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber in trockenen Ritzen, Nischen, unter lockeren Tapeten, Verschalungen, zwischen Papier- und Buchblättern oder im Bett selbst. Auch Lüftungsschächte und Öffnungen von Lüftungen sind beliebt. Jedes einzelne Tier ist deshalb schwer zu finden. Ein verwanzter Raum ist aber an dem speziellen, charakteristischen Geruch zu erkennen.

Mittels dieser Geruchsstoffe, die den Wehrdrüsen im Hinterleib entstammen, locken sie sich gegenseitig an und bilden größe- re Ansammlungen (Aggregationspheromone). Sie erzeugen bei Beunruhigung einen süßen Geruch, der als Alarm-Pheromon ein fluchtartiges Zerstreuen der Wanzenansammlungen bewirkt. Die Wanze benötigt bis zu zehn Minuten, um ihre Nahrung aufzunehmen, deren Menge bis zum Siebenfachen des Ausgangsgewichts des Insekts gehen kann. Sie können sogar bis zu 40 Wochen ohne Nahrung auskommen. Nachts spüren die fast blinden Wanzen Menschen und andere Warmblüter durch deren Körperwärme auf, um Blut zu saugen. Auf Ihrer Suche können sie etwa einen Meter pro Minute zurücklegen. Wanzen stechen oft mehrmals hintereinander (Wanzenstrasse), da sie nicht immer sofort ein Blutgefäß finden. Die Stiche sind ungefähr so groß wie der Nagel des kleinen Fingers und meist an Armen und Beinen.

Während des Saugens produzieren sie an den Einstichen rötende Quaddeln, die bei Menschen unterschiedlich starken Juck- reiz auslösen; allergische Reaktionen sind möglich. Häufig kommt es infolge Kratzens an den juckenden Stellen (insbesondere bei Kindern) zu Sekundärinfektionen. Bei empfindlicheren Menschen kann es zu großflächigen Hautentzündungen, Unbeha- gen und Sehstörungen kommen.

Als Überträger von ansteckenden Krankheiten spielt die Bettwanze praktisch keine Rolle. Jedoch wurden bisher bereits schon 28 verschiedene Krankheitserreger in den Bettwanzen nachgewiesen, unter anderem auch das Hepatitis-B-Virus, das Hepa- titis-C-Virus und das HI-Virus. Insbesondere gelten Wanzen als Überträger des Q-Fiebers. Für eine Übertragung des Hepati- tis-B-Virus, Hepatitis- C-Virus und des HI-Virus fehlen jedoch wissenschaftliche Belege. Drei Übertragungswege sind denkbar: Töten der Tiere durch Zerquetschen mit der Hand, Kontakt mit den tierischen Ausscheidungen und Unterbrechung des Saug- vorganges, bei der halbverdautes Material wieder herausgewürgt werden kann. WAS TUN?

Bekämpfen:
Ist man über Nacht von Insekten gestochen oder gebissen worden, kommen grundsätzlich drei verschiedene Schädlinge in Betracht: Mücken, Flöhe und Wanzen, wobei Wanzen die unwahrscheinlichste Variante sind. Mücken stechen praktisch nur in der warmen Jahreshälfte und befallen nur gut zugängliche Hautstellen; im Schlaf sind das Kopf, Hände, Arme, Füße, also alles, was zumindest zeitweise unter der Bettdecke hervorschaut. Flöhe und Wanzen stechen ganzjährig und befallen auch Bereiche unter der Decke. Um welchen Blutsauger es sich handelt, kann zwar am Einstich erkannt werden, ist aber nur vom Fachmann mit der nötigen Sicherheit festzustellen. Wanzen werden nur selten und nur bei gezielter Suche entdeckt; jedoch herrscht in von Wanzen befallenen Zimmern meist ein charakteristischer, süßlicher Geruch. Ein weiteres Indiz sind kleine schwarze Punkte (Kotspuren) auf Tapete und Bettrahmen.

Erste Maßnahme: In einem verwanzten Zimmer sollte niemand weiter übernachten. Außerdem kann in einem unbewohnten Raum bzw. einer unbewohnten Wohnung eine Bekämpfungsmaßnahme konsequenter und damit erfolgreich durchgeführt werden. Ein kompletter Umzug löst allerdings das Problem nicht: Alle in einer Wohnung befindlichen Gegenstände (auch z.B. Zeitungen und Textilien) müssen in eine erfolgversprechende Bekämpfung eingeschlossen werden, sonst zieht ein Teil der Schädlinge mit um! Wegen der großen Hungerfähigkeit und Kälteresistenz führt ein Wohnungsleerstand allein aber nicht unbedingt zum Abklingen eines Befalles! 

Die Bekämpfung von Bettwanzen ist sehr aufwändig und sollte möglichst einem Schädlingsbekämpfer überlassen werden, da alle erdenklichen Schlupfwinkel erkannt und kontrolliert werden müssen. 

In einfachen Schlupfwinkeln können die vorgefundenen Wanzen direkt mechanisch getötet werden. Schlecht zugängliche Verstecke können mit dem ARIES® Pistal Profi Universalspray behandelt werden, das die Plagegeister zuverlässig abtötet und selbst innerhalb von 24 bis 48 Stunden vollständig abgebaut wird. In Hohlräumen kann mit dem ARIES® Insektenpuder, einem mikrofeinen Kieselgurpulver, eine ungiftige Abtötung der Insekten vorgenommen werden: Das Pulver blockiert die At- mung der Insekten, zerstört ihren Flüssigkeitshaushalt und bringt sie damit innerhalb kurzer Zeit zum Absterben. Dieses Pul- ver ist praktisch unbegrenzt haltbar und wirksam, solange es nicht feucht wird. Eine andere Methode ist, mit einem speziellen Ofen die Zimmertemperatur während eineinhalb Tagen auf ca. 55°C zu erhöhen (Wärmeentwesung). Bei dieser Temperatur sterben die Tiere und ihre Eier ab. Diese Methode sollte jedoch nur von Spezialisten durchgeführt werden.

Der Erfolg einer Bekämpfung lässt sich meist auf Anhieb schlecht abschätzen, da insbesondere Laien häufig Schlupfwinkel übersehen und deshalb nicht alle Bettwanzen bei der ersten Aktion erwischen. Soweit wir können, geben wir Ihnen gerne Adressen von Schädlingsbekämpfern in Ihrer Nähe, die unsere Mittel einsetzen.

Wirksame ARIES® Produkte:


Wirksame ARIES® Produkte für die Vergrämung von Bettwanze.
Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformation lesen.

Insektenspray
Das ARIES® Insektenspray ist ein Insekten-Repellent (Vertreibungsmittel) und wirkt gegen kriechende und fliegende Schadinsekten im Haushalt. Kriechende und fliegende Insekten werden nachhaltig vertrieben, aber nicht getötet. Das Insektenspray wirkt mit Margosa-Extrakt (Neemöl) und Geraniol. Durch den Margosa-Anteil kann das Spray bei Insekten zu einem Fraßstop führen, wodurch die Vermehrung verhindert wird.Wirkstoffe: Margosaextrakt 0,5 g/ 100 g, Geraniol 0,04 g/ 100 gAnwendung: Befallene Bereiche wie Spalten, Risse und Brutstätten aus ca. 20 cm Entfernung ansprühen. Die Wirkstoffe werden von Insekten gemieden. Trotzdem ist bei hartnäckigen Befällen eine Wiederholung nach Neuansiedlung der ungeliebten Gäste sinnvoll. Für weitere Informationen und Hinweise beachten Sie bitte die Angaben auf dem Etikett.Hinweise: BAuA-Reg.-Nr.: N-78107 Repellentien und Lockmittel Zugelassen als ökologisches Betriebsmittel gemäß Artikel 16 Absatz 5 VERORDNUNG (EG) Nr. 834/2007 iVm IFOAM Basis-Richtlinien Ziff. 4.5, Anhang 2.

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Pistal Profi Insektizid Universalspray
Pistal ist ein bewährtes Insektizid auch für professionelle Ansprüche gegen kriechende und fliegende Schädlinge wie Käfer, Flöhe, Schaben, holzzerstörende Insekten, Mücken, Fliegen, oder Motten etc. ihre Eier, Nissen, und Larven. Biozide wie Pistal sind grundsätzlich nicht ungiftig, da sie sonst nicht wirksam wären. Aufgrund der Zusammensetzung wird es jedoch sehr schnell abgebaut. Eine Folgebehandlung kann daher sinnvoll-, bzw. erforderlich sein. Wirkstoff: Chrysanthemum-cinerariaefolium-Extrakt aus offenen und reifen Tanacetum-cinerariifolium-Blüten, mit Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel gewonnen (50 % Extrakt) 1,4 ml/100 ml Anwendung: Stellen wie Spalten, Risse, Brutstätten und sonstige befallene Bereiche aus ca. 20-30 cm direkt ansprühen. Anschließend das Mittel gut einwirken lassen und (bei kleinen Anwendungen) nach 4 Std. gut lüften. Bei Bedarf fordern Sie bitte weitere Informationen bei uns an. Hinweise: Pistal ist zugelassen gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 und übernommen durch Artikel 16 Absatz 3 Buchstabe c der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 und kann daher in Biobetrieben nach Genehmigung durch die zuständige Kontrollstelle eingesetzt werden. BAuA-Reg.-Nr.: N-22436 Insektizid | UFI: H5RS-AYJ9-S340-8J80

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Anti Insekt Kieselgur
Das ARIES® Anti Insekt Kieselgur ist ein reines Meeresprodukt, hergestellt aus fossilem Plankton. Es wirkt rein mechanisch: Durch die feine, kristalline Struktur wird die schützende Wachsschicht der Insekten zerstört, wodurch die Insekten austrocknen. Die Wirkung tritt daher erst nach 2-3 Tagen ein.Nur für trockene Bereiche geeignet.Inhalt: Formulierung: DP (Staub) anwendungsfertigWirkstoff: 100 % Diatomeenerde (CAS 61790-53-2) 1000g/kgAnwendung: Durch sanften Druck auf die Puderflasche werden Verstecke, Ritzen und Laufwege der Insekten fein eingestäubt. Bei Haustieren Schlaf- und Aufenthaltsplätze behandeln.Hinweise: Insektizid | UFI: M300-P0FG-K00E-G91CZulassungsnummer: DE-0028100-01-0001-18Zugelassen als ökologisches Betriebsmittel gemäß Artikel 16 Absatz 5 VERORDNUNG (EG) Nr. 834/2007 iVm IFOAM Basis-Richtlinien Ziff. 4.5, Anhang 2.

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